mit 3 Jahren der perfekte Abstand für Geschwister

Kinderplanung – das Wort an sich ist ja schon total abstrus… Aber man tut es ja doch. Wann ist denn nun der perfekte Zeitpunkt?

Eins vorweg: gibt es natürlich nicht! Aber für mich gab es für und wider.

Ich habe mich, naja besser wir, gehören ja immer zwei dazu, uns bewusst für den 3-Jahres-Abstand entschieden. Die ersten 3 Jahre eines Kindes sind schon sehr bewegend, es passiert so viel und wir wollten dem Ganzen die volle Aufmerksamkeit schenken. Und so soll es auch Kind Nr. 2 haben, da Kind Nr. 1 dann schon aus dem „gröbsten“ raus ist.

Tatsächlich hat es sich nun rückblickend auch schon sehr oft bewährt. Meine Pro-Punkte beziehen sich auf einen guten Tag mit einem kooperierenden Kind, einer sehr entspannten Mutter und einem fröhlichen Geschwisterkind – also alles eher selten – aber es gibt diese Momente

  • das Kind kann sich alleine Anziehsachen raussuchen
  • es kann sich diese auch alleine anziehen
  • benötigt keine Windeln mehr (tagsüber oder sogar auch nachts)
  • es setzt sich selbstständig auf den Stuhl und bleibt sitzen
  • es kann alleine essen
  • es kann sich sogar die Jacke und Schuhe anziehen
  • das Kind geht motiviert in den Kindergarten
  • kann Treppenlaufen ohne Hilfe
  • man kann es auch mal bis zum Betreuungsende dort lassen , ohne schlechtes Gewissen
  • Das Kind spielt gerne auch mal alleine und kreativ, puzzelt, malt Bilder und baut tolle Türme und Bauwerke aus Spielsteinen
  • es putzt sich die Zähne selbstständig
  • findet nur mit der mütterlichen Anwesenheit in den Schlaf
  • das Kind kommt alleine ins Elternbett gekrabbelt oder (ppssstttt… schläft sogar durch)

Diese Selbstständigkeit hilft enorm bei der Betreuung eines Säuglings. Man hat nun einmal oft keine Hand mehr frei, möchte auch mal was essen oder balanciert sich so durch den Alltag. An solchen schönen Tagen komme ich meist aus den Lobesreden gar nicht mehr raus. Bin erschrocken über die rosarote Wolke, die mich umgibt. Bin erstaunt über diese Leichtigkeit.

Und dann unterstützt er mich: versorgt das Baby mit Spielzeug, beruhigt es durch seine Anwesenheit, hat Verständnis für die häufigen Mahlzeiten und erinnert mich sogar dran, und passt auf das Baby auf.

Ja und dann sind da Tage wie diese…. Tage, an dem ein Wutanfall den nächsten ablöst. Mal vom großen Bruder, mal von mir und der kleine kann dann auch noch mitsingen. wir nehmen uns da alle nix. Und wenn das dann auch noch ein paar Tage anhält, dann muss ich unter Tränen feststellen, dass das Baby gerade in einer Familie aufwächst, die sich durchgehend anschreit, viel geweint wird und so wenig Wärme hat. es ist laut, es ist chaotisch und es fegt der Sturm durch unser Haus.

Ich hasse natürlich diese Tage. Liege dann abends im Bett und verspreche mir, dass es morgen besser wird, ich morgen geduldiger bin, mir mehr Zeit nehme und meinen Perfektionismus gegen Gelassenheit tausche. Hier klingt das jetzt alles so nett und einfach, aber das ist es natürlich nicht. Aber ich erinnere mich gern, an die schönen Tage, an denen wir ein super Team sind und bin dankbar, dass es mit unserer Kinderplanung so funktioniert hat.

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